Was ist PV
Photovoltaik
Strom aus Sonnenlicht – Photovoltaik
Solarzellen können das Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandeln. Die dünnen Scheiben aus hochreinem Silizium besitzen zwei Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften, an deren Grenzschicht ein elektrisches Feld entsteht. Dieses Feld trennt die durch Licht freigesetzten positiven und negativen Ladungsträger. Die Elektronen wandern zu einer Elektrode und werden dort von einem Verbraucher abgenommen. Mehrere Solarzellen werden zu einem Solarmodul zusammengeschaltet.
Aufbau und Funktionsweise einer kristallinen Solarzelle
1) Ladungstrennung
2) Spontane Rekombination von Protonen (positive Ladungsträger) und Elektronen (negativen Ladunbgsträgern):
an dieser Stelle ungewünschter Effekt – führt zu Verlusten
3) ungenutzte Photonen (Lichtteilchen)-Energie
4) Reflexion und Abschattung durch Frontkontakte (ungewünscht – führt zu Verlusten)
Im Ergebnis werden nur die Photonen zur Stromerzeugung genutzt, die tatsächlich wie bei 1) zu einer Ladungstrennung führen und nicht wie bei 3) durch Lücken im Kristallgitter fallen oder wie bei 4) durch Frontkontakte, Oberfläche etc. reflektiert werden. Des weiteren wird von den verschiedenen Wellenlängen des Lichts nur ein bestimmter Teil genutzt.
Zusätzlich geht elektrische Energie durch spontane Rekombination der Ladungsträger verloren. Besonders an Unregelmäßigkeiten in der Kristallstruktur kommt es zu solchen Verlusten, weshalb polykristalline (also aus vielen Kristallen bestehende) Zellen niedrigere Wirkungsgrade als monokristalline (also aus einem Kristall bestehende) Zellen haben.
Andere Zelltypen wie z.B. Dünnschichtzellen aus amorphem Silizium haben einen anderen Aufbau und nutzen andere Wellenlängen des Lichts, der grundsätzliche Effekt bleibt aber derselbe.
Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage
Solarmodule auf dem Dach produzieren Gleichstrom. Dieser wird über die Gleichstromverkabelung zum Wechselrichter “transportiert”. In einem optionalem Generatoranschlusskasten werden verschiedene Stränge zusammengeführt. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der über den (Haus-)Anschluss in das öffentliche Stromnetz eingeleitet werden kann. Ein Stromzähler erfasst die genaue Anzahl der Kilowattstunden (kWh).
Nutzen einer Photovoltaikanlage
Solarstrom kann selbst verbraucht oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Aufgrund des kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) lohnt sich jedoch derzeit vor allem letzteres.
Der örtliche Netzbetreiber ist verpflichtet den Strom vorrangig abzunehmen und zu bezahlen. So erhält der Betreiber einer Solaranlage gesetzlich garantiert über 25 Jahre lang eine feste Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde Strom. Die Vergütung ist dabei über die vollen 25 Jahre konstant.
Eignung eines Hauses für Photovoltaik
Photovoltaik-Anlagen können überall dort wirtschaftlich betrieben werden, wo ausreichend Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Einen optimalen Ertrag bietet eine zwischen Südwest und Südost orientierte Fläche zwischen 15 und 45° Neigung. Dächer weisen manchmal Schatten auf, z.B. von Bäumen, Antennen etc. In der Regel muss deshalb darauf geachtet werden, dass kein Schatten auf die PV-Anlage fällt. Dies muss bei der Anlagenplatzierung und -auslegung berücksichtigt werden.
Größe der Photovoltaik-Anlage
Grundsätzlich gilt, dass die spezifischen Baukosten einer Photovoltaikanlage bei größeren Anlagen deutlich niedriger liegen. Daher empfiehlt sich, wenn möglich die ganze zur Verfügung stehende Dachfläche zu nutzen. Da die Vergütung für den erzeugten Sonnenstrom nach Größe der Photovoltaik-Anlage gestaffelt ist, lohnen sich aber durchaus auch kleinere Anlagen auf Einfamilienhäuser, Carports etc.
Leistung von Photovoltaik-Anlagen
Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWp) benötigt rund 10 m² Dachfläche. Es gilt der Richtwert: Eine PV-Anlage dieser Größe produziert 800 bis 1000 kWh pro Jahr.
Bereits eine PV-Anlage mit einer Größe von ca. 40 Quadratmetern Dachfläche (Nennleistung: 4 kWh) produziert rund 3200 – 4000 kWh Solarstrom im Jahr. Und deckt damit bis zu 100% des jährlichen Stromverbrauchs eines Vier-Personen-Haushalts (durchschnittlicher Bedarf eines Vier-Personen-Haushalts: ca. 4000 kWh).
Für die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage ist aber entscheidend, dass der Anlagenbetreiber die erwähnte feste Einspeisevergütung vom Netzbetreiber erhält. Für in 2008/2009 installierte Anlagen beträgt diese über 25 Jahre konstant 0,75Rp pro eingespeister kWh (Aufdach, bis 10kWp). Je nach Anschaffungspreis und Ertrag der Solarstromanlage kann sich so bereits für kleine Anlagen eine lohnenswerte Rendite ergeben. Zudem besitzen Sie Ihr eigenes Solarstromkraftwerk, das Ihnen auch über die 25 Jahre Laufzeit der KEV-Vergütung hinaus ein gutes Stück Energiesicherheit bietet.
Einstrahlung
Die Sonnenstrahlung ist die grösste verfügbare Energiequelle auf unserer Erde. Jeden Tag wird auf unsere Erde mehr als das 10’000fache des Tages-Weltenergieverbrauchs eingestrahlt. Wenn also nur 0.01 Promille dieser Einstrahlung in elektrische Energie umgewandelt würde, könnte damit 10% des Weltenergieverbrauchs gedeckt werden. Ein weltweites Netz von Meteostationen misst schon seit Jahrzehnten die auf der Erde eintreffende Solarstrahlung. Die Strahlungskarte der Schweiz zeigt die insgesamt guten einheimischen Einstrahlungsverhältnisse von knapp 1100 bis gut 1600 kWh/m2.
Einstrahlungskarte der Schweiz (Quelle: Meteotest)
Auf den schweizerischen Stromverbrauch bezogen kann mit den aktuell verfügbaren PV Technologien auf einer Fläche von ca. 6 m2 pro Einwohner, einem Bruchteil der heute bestehenden Dachflächen, rund 10% der benötigten elektrischen Energie erzeugt werden. Das effektiv nutzbare Flächenpotenzial in der Gebäudehülle des schweizerischen Gebäudeparks ist allerdings deutlich höher.
Potential
Die Photovoltaik weist betreffend mögliche Anwendungsgebiete und Beitrag zur Strombedarfsdeckung ein beachtliches Potenzial auf. Das theoretische Potenzial ist naturgemäss enorm, da die eingestrahlte Sonnenenergie den gegenwärtigen Energieverbrauch tausendfach übertrifft.
Das technische Potenzial des Solarstroms hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von den verfügbaren Flächen und dem Systemwirkungsgrad der Photovoltaikanlage auf der Angebotsseite (Erzeugungspotenzial) und von den Stromnetz- und Speicherkapazitäten auf der Nachfrageseite (Endenergiepotenzial). Allein im schweizerischen Gebäudepark finden sich solar-architektonisch geeignete Dach- und Fassadenflächen, auf denen mit der gegenwärtig bereits verfügbaren Technologien Solarstrom im Umfang von einem Drittel des schweizerischen Stromverbrauchs erzeugt werden könnte. Das ist bereits mehr als gemeinhin mit den vorhandenen Stromnetz- und Speicherkapazitäten gemeistert werden könnte, i.d.R. wird hier ein Obergrenze von 10 bis 20% gesehen.
In technischer Hinsicht kann das Potenzial des Solarstroms dank angepasster Strukturen und Technologien inskünftig noch höher sein. Das effektiv realisierte / realisierbare Potenzial ist im wesentlichen durch wirtschaftliche und energiepolitische Faktoren beeinflusst.
Photovoltaik
Strom aus Sonnenlicht – Photovoltaik
Solarzellen können das Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandeln. Die dünnen Scheiben aus hochreinem Silizium besitzen zwei Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften, an deren Grenzschicht ein elektrisches Feld entsteht. Dieses Feld trennt die durch Licht freigesetzten positiven und negativen Ladungsträger. Die Elektronen wandern zu einer Elektrode und werden dort von einem Verbraucher abgenommen. Mehrere Solarzellen werden zu einem Solarmodul zusammengeschaltet.
Aufbau und Funktionsweise einer kristallinen Solarzelle
1) Ladungstrennung
2) Spontane Rekombination von Protonen (positive Ladungsträger) und Elektronen (negativen Ladunbgsträgern):
an dieser Stelle ungewünschter Effekt – führt zu Verlusten
3) ungenutzte Photonen (Lichtteilchen)-Energie
4) Reflexion und Abschattung durch Frontkontakte (ungewünscht – führt zu Verlusten)
Im Ergebnis werden nur die Photonen zur Stromerzeugung genutzt, die tatsächlich wie bei 1) zu einer Ladungstrennung führen und nicht wie bei 3) durch Lücken im Kristallgitter fallen oder wie bei 4) durch Frontkontakte, Oberfläche etc. reflektiert werden. Des weiteren wird von den verschiedenen Wellenlängen des Lichts nur ein bestimmter Teil genutzt.
Zusätzlich geht elektrische Energie durch spontane Rekombination der Ladungsträger verloren. Besonders an Unregelmäßigkeiten in der Kristallstruktur kommt es zu solchen Verlusten, weshalb polykristalline (also aus vielen Kristallen bestehende) Zellen niedrigere Wirkungsgrade als monokristalline (also aus einem Kristall bestehende) Zellen haben.
Andere Zelltypen wie z.B. Dünnschichtzellen aus amorphem Silizium haben einen anderen Aufbau und nutzen andere Wellenlängen des Lichts, der grundsätzliche Effekt bleibt aber derselbe.
Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage
Solarmodule auf dem Dach produzieren Gleichstrom. Dieser wird über die Gleichstromverkabelung zum Wechselrichter “transportiert”. In einem optionalem Generatoranschlusskasten werden verschiedene Stränge zusammengeführt. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der über den (Haus-)Anschluss in das öffentliche Stromnetz eingeleitet werden kann. Ein Stromzähler erfasst die genaue Anzahl der Kilowattstunden (kWh).
Nutzen einer Photovoltaikanlage
Solarstrom kann selbst verbraucht oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Aufgrund des kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) lohnt sich jedoch derzeit vor allem letzteres.
Der örtliche Netzbetreiber ist verpflichtet den Strom vorrangig abzunehmen und zu bezahlen. So erhält der Betreiber einer Solaranlage gesetzlich garantiert über 25 Jahre lang eine feste Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde Strom. Die Vergütung ist dabei über die vollen 25 Jahre konstant.
Eignung eines Hauses für Photovoltaik
Photovoltaik-Anlagen können überall dort wirtschaftlich betrieben werden, wo ausreichend Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Einen optimalen Ertrag bietet eine zwischen Südwest und Südost orientierte Fläche zwischen 15 und 45° Neigung. Dächer weisen manchmal Schatten auf, z.B. von Bäumen, Antennen etc. In der Regel muss deshalb darauf geachtet werden, dass kein Schatten auf die PV-Anlage fällt. Dies muss bei der Anlagenplatzierung und -auslegung berücksichtigt werden.
Größe der Photovoltaik-Anlage
Grundsätzlich gilt, dass die spezifischen Baukosten einer Photovoltaikanlage bei größeren Anlagen deutlich niedriger liegen. Daher empfiehlt sich, wenn möglich die ganze zur Verfügung stehende Dachfläche zu nutzen. Da die Vergütung für den erzeugten Sonnenstrom nach Größe der Photovoltaik-Anlage gestaffelt ist, lohnen sich aber durchaus auch kleinere Anlagen auf Einfamilienhäuser, Carports etc.
Leistung von Photovoltaik-Anlagen
Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWp) benötigt rund 10 m² Dachfläche. Es gilt der Richtwert: Eine PV-Anlage dieser Größe produziert 800 bis 1000 kWh pro Jahr.
Bereits eine PV-Anlage mit einer Größe von ca. 40 Quadratmetern Dachfläche (Nennleistung: 4 kWh) produziert rund 3200 – 4000 kWh Solarstrom im Jahr. Und deckt damit bis zu 100% des jährlichen Stromverbrauchs eines Vier-Personen-Haushalts (durchschnittlicher Bedarf eines Vier-Personen-Haushalts: ca. 4000 kWh).
Für die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage ist aber entscheidend, dass der Anlagenbetreiber die erwähnte feste Einspeisevergütung vom Netzbetreiber erhält. Für in 2008/2009 installierte Anlagen beträgt diese über 25 Jahre konstant 0,75Rp pro eingespeister kWh (Aufdach, bis 10kWp). Je nach Anschaffungspreis und Ertrag der Solarstromanlage kann sich so bereits für kleine Anlagen eine lohnenswerte Rendite ergeben. Zudem besitzen Sie Ihr eigenes Solarstromkraftwerk, das Ihnen auch über die 25 Jahre Laufzeit der KEV-Vergütung hinaus ein gutes Stück Energiesicherheit bietet.
Einstrahlung
Die Sonnenstrahlung ist die grösste verfügbare Energiequelle auf unserer Erde. Jeden Tag wird auf unsere Erde mehr als das 10’000fache des Tages-Weltenergieverbrauchs eingestrahlt. Wenn also nur 0.01 Promille dieser Einstrahlung in elektrische Energie umgewandelt würde, könnte damit 10% des Weltenergieverbrauchs gedeckt werden. Ein weltweites Netz von Meteostationen misst schon seit Jahrzehnten die auf der Erde eintreffende Solarstrahlung. Die Strahlungskarte der Schweiz zeigt die insgesamt guten einheimischen Einstrahlungsverhältnisse von knapp 1100 bis gut 1600 kWh/m2.
Einstrahlungskarte der Schweiz (Quelle: Meteotest)
Auf den schweizerischen Stromverbrauch bezogen kann mit den aktuell verfügbaren PV Technologien auf einer Fläche von ca. 6 m2 pro Einwohner, einem Bruchteil der heute bestehenden Dachflächen, rund 10% der benötigten elektrischen Energie erzeugt werden. Das effektiv nutzbare Flächenpotenzial in der Gebäudehülle des schweizerischen Gebäudeparks ist allerdings deutlich höher.
Potential
Die Photovoltaik weist betreffend mögliche Anwendungsgebiete und Beitrag zur Strombedarfsdeckung ein beachtliches Potenzial auf. Das theoretische Potenzial ist naturgemäss enorm, da die eingestrahlte Sonnenenergie den gegenwärtigen Energieverbrauch tausendfach übertrifft.
Das technische Potenzial des Solarstroms hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von den verfügbaren Flächen und dem Systemwirkungsgrad der Photovoltaikanlage auf der Angebotsseite (Erzeugungspotenzial) und von den Stromnetz- und Speicherkapazitäten auf der Nachfrageseite (Endenergiepotenzial). Allein im schweizerischen Gebäudepark finden sich solar-architektonisch geeignete Dach- und Fassadenflächen, auf denen mit der gegenwärtig bereits verfügbaren Technologien Solarstrom im Umfang von einem Drittel des schweizerischen Stromverbrauchs erzeugt werden könnte. Das ist bereits mehr als gemeinhin mit den vorhandenen Stromnetz- und Speicherkapazitäten gemeistert werden könnte, i.d.R. wird hier ein Obergrenze von 10 bis 20% gesehen.
In technischer Hinsicht kann das Potenzial des Solarstroms dank angepasster Strukturen und Technologien inskünftig noch höher sein. Das effektiv realisierte / realisierbare Potenzial ist im wesentlichen durch wirtschaftliche und energiepolitische Faktoren beeinflusst.
Photovoltaik
Strom aus Sonnenlicht – Photovoltaik
Solarzellen können das Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandeln. Die dünnen Scheiben aus hochreinem Silizium besitzen zwei Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften, an deren Grenzschicht ein elektrisches Feld entsteht. Dieses Feld trennt die durch Licht freigesetzten positiven und negativen Ladungsträger. Die Elektronen wandern zu einer Elektrode und werden dort von einem Verbraucher abgenommen. Mehrere Solarzellen werden zu einem Solarmodul zusammengeschaltet.
Aufbau und Funktionsweise einer kristallinen Solarzelle
1) Ladungstrennung
2) Spontane Rekombination von Protonen (positive Ladungsträger) und Elektronen (negativen Ladunbgsträgern):
an dieser Stelle ungewünschter Effekt – führt zu Verlusten
3) ungenutzte Photonen (Lichtteilchen)-Energie
4) Reflexion und Abschattung durch Frontkontakte (ungewünscht – führt zu Verlusten)
Im Ergebnis werden nur die Photonen zur Stromerzeugung genutzt, die tatsächlich wie bei 1) zu einer Ladungstrennung führen und nicht wie bei 3) durch Lücken im Kristallgitter fallen oder wie bei 4) durch Frontkontakte, Oberfläche etc. reflektiert werden. Des weiteren wird von den verschiedenen Wellenlängen des Lichts nur ein bestimmter Teil genutzt.
Zusätzlich geht elektrische Energie durch spontane Rekombination der Ladungsträger verloren. Besonders an Unregelmäßigkeiten in der Kristallstruktur kommt es zu solchen Verlusten, weshalb polykristalline (also aus vielen Kristallen bestehende) Zellen niedrigere Wirkungsgrade als monokristalline (also aus einem Kristall bestehende) Zellen haben.
Andere Zelltypen wie z.B. Dünnschichtzellen aus amorphem Silizium haben einen anderen Aufbau und nutzen andere Wellenlängen des Lichts, der grundsätzliche Effekt bleibt aber derselbe.
Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage
Solarmodule auf dem Dach produzieren Gleichstrom. Dieser wird über die Gleichstromverkabelung zum Wechselrichter “transportiert”. In einem optionalem Generatoranschlusskasten werden verschiedene Stränge zusammengeführt. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der über den (Haus-)Anschluss in das öffentliche Stromnetz eingeleitet werden kann. Ein Stromzähler erfasst die genaue Anzahl der Kilowattstunden (kWh).
Nutzen einer Photovoltaikanlage
Solarstrom kann selbst verbraucht oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Aufgrund des kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) lohnt sich jedoch derzeit vor allem letzteres.
Der örtliche Netzbetreiber ist verpflichtet den Strom vorrangig abzunehmen und zu bezahlen. So erhält der Betreiber einer Solaranlage gesetzlich garantiert über 25 Jahre lang eine feste Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde Strom. Die Vergütung ist dabei über die vollen 25 Jahre konstant.
Eignung eines Hauses für Photovoltaik
Photovoltaik-Anlagen können überall dort wirtschaftlich betrieben werden, wo ausreichend Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Einen optimalen Ertrag bietet eine zwischen Südwest und Südost orientierte Fläche zwischen 15 und 45° Neigung. Dächer weisen manchmal Schatten auf, z.B. von Bäumen, Antennen etc. In der Regel muss deshalb darauf geachtet werden, dass kein Schatten auf die PV-Anlage fällt. Dies muss bei der Anlagenplatzierung und -auslegung berücksichtigt werden.
Größe der Photovoltaik-Anlage
Grundsätzlich gilt, dass die spezifischen Baukosten einer Photovoltaikanlage bei größeren Anlagen deutlich niedriger liegen. Daher empfiehlt sich, wenn möglich die ganze zur Verfügung stehende Dachfläche zu nutzen. Da die Vergütung für den erzeugten Sonnenstrom nach Größe der Photovoltaik-Anlage gestaffelt ist, lohnen sich aber durchaus auch kleinere Anlagen auf Einfamilienhäuser, Carports etc.
Leistung von Photovoltaik-Anlagen
Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWp) benötigt rund 10 m² Dachfläche. Es gilt der Richtwert: Eine PV-Anlage dieser Größe produziert 800 bis 1000 kWh pro Jahr.
Bereits eine PV-Anlage mit einer Größe von ca. 40 Quadratmetern Dachfläche (Nennleistung: 4 kWh) produziert rund 3200 – 4000 kWh Solarstrom im Jahr. Und deckt damit bis zu 100% des jährlichen Stromverbrauchs eines Vier-Personen-Haushalts (durchschnittlicher Bedarf eines Vier-Personen-Haushalts: ca. 4000 kWh).
Für die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage ist aber entscheidend, dass der Anlagenbetreiber die erwähnte feste Einspeisevergütung vom Netzbetreiber erhält. Für in 2008/2009 installierte Anlagen beträgt diese über 25 Jahre konstant 0,75Rp pro eingespeister kWh (Aufdach, bis 10kWp). Je nach Anschaffungspreis und Ertrag der Solarstromanlage kann sich so bereits für kleine Anlagen eine lohnenswerte Rendite ergeben. Zudem besitzen Sie Ihr eigenes Solarstromkraftwerk, das Ihnen auch über die 25 Jahre Laufzeit der KEV-Vergütung hinaus ein gutes Stück Energiesicherheit bietet.
Einstrahlung
Die Sonnenstrahlung ist die grösste verfügbare Energiequelle auf unserer Erde. Jeden Tag wird auf unsere Erde mehr als das 10’000fache des Tages-Weltenergieverbrauchs eingestrahlt. Wenn also nur 0.01 Promille dieser Einstrahlung in elektrische Energie umgewandelt würde, könnte damit 10% des Weltenergieverbrauchs gedeckt werden. Ein weltweites Netz von Meteostationen misst schon seit Jahrzehnten die auf der Erde eintreffende Solarstrahlung. Die Strahlungskarte der Schweiz zeigt die insgesamt guten einheimischen Einstrahlungsverhältnisse von knapp 1100 bis gut 1600 kWh/m2.
Einstrahlungskarte der Schweiz (Quelle: Meteotest)
Auf den schweizerischen Stromverbrauch bezogen kann mit den aktuell verfügbaren PV Technologien auf einer Fläche von ca. 6 m2 pro Einwohner, einem Bruchteil der heute bestehenden Dachflächen, rund 10% der benötigten elektrischen Energie erzeugt werden. Das effektiv nutzbare Flächenpotenzial in der Gebäudehülle des schweizerischen Gebäudeparks ist allerdings deutlich höher.
Potential
Die Photovoltaik weist betreffend mögliche Anwendungsgebiete und Beitrag zur Strombedarfsdeckung ein beachtliches Potenzial auf. Das theoretische Potenzial ist naturgemäss enorm, da die eingestrahlte Sonnenenergie den gegenwärtigen Energieverbrauch tausendfach übertrifft.
Das technische Potenzial des Solarstroms hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von den verfügbaren Flächen und dem Systemwirkungsgrad der Photovoltaikanlage auf der Angebotsseite (Erzeugungspotenzial) und von den Stromnetz- und Speicherkapazitäten auf der Nachfrageseite (Endenergiepotenzial). Allein im schweizerischen Gebäudepark finden sich solar-architektonisch geeignete Dach- und Fassadenflächen, auf denen mit der gegenwärtig bereits verfügbaren Technologien Solarstrom im Umfang von einem Drittel des schweizerischen Stromverbrauchs erzeugt werden könnte. Das ist bereits mehr als gemeinhin mit den vorhandenen Stromnetz- und Speicherkapazitäten gemeistert werden könnte, i.d.R. wird hier ein Obergrenze von 10 bis 20% gesehen.
In technischer Hinsicht kann das Potenzial des Solarstroms dank angepasster Strukturen und Technologien inskünftig noch höher sein. Das effektiv realisierte / realisierbare Potenzial ist im wesentlichen durch wirtschaftliche und energiepolitische Faktoren beeinflusst.



